Forschungsprojekt CAPSID gibt den Startschuss für grenzüberschreitende Virologie-Forschung Wien – Bratislava

Verborgene Schätze vor der eigenen Haustür

Wien (OTS) – Eine Stunde Autofahrt westlich von Wien liegt Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei. Wenige wissen, dass sich die Grenzregion zwischen den beiden Hauptstädten vor allem durch eine Vielzahl von Spitzenforschern an Universitäten und Forschungsinstituten auszeichnet. Beispielweise am Biomedizinischen Forschungszentrum der Slowakischen Akademie der Wissenschaften: Hier arbeitet Dr. Ivana Nemčovičová, eine renommierte Wissenschaftlerin mit Auslandserfahrung in der Tschechischen Republik, Österreich und den USA. Sie leitet die Abteilung für virale Immunologie am Virologie-Institut und forscht an verschiedenen Aspekten des Immunsystems.

Sowohl sie als auch externe WissenschaftlerInnen können auf modernste Laboreinrichtungen und das State-of-the-Art-Equipment des Hauses zugreifen. Als größte slowakische Forschungseinrichtung für Grundlagen- und angewandte biomedizinische Forschung ist das Biomedizinische Forschungszentrum in Bratislava stolz auf seine umfassende Forschungsinfrastruktur und das hervorragend ausgebildete Fachpersonal.

Um diese biomedizinischen Forschungslandschaft der slowakisch-österreichischen Grenzregion international bekannter zu machen, haben sich die Vienna BioCenter Core Facilities in Wien und das Biomedizinische Forschungszentrum der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Bratislava zusammengeschlossen. Mit insgesamt 11 Projektpartnern bündeln sie ihr Know-How im EU finanzierten, grenzüberschreitenden Projekt CAPSID. Ziel des Projektes ist es, die wissenschaftliche Kommunikation in der Region und die internationale Sichtbarkeit der grenzüberschreitenden virologischen und biomedizinischen Forschungsgemeinschaft zu verbessern.

Aufbau einer Forschungs-Community

Den Auftakt bildet eine Expertenkonferenz zum Thema Virologie-Forschung, die vom 13. bis 15. Februar 2019 in Bratislava stattfindet. Diese Tagung soll WissenschaftlerInnen aus der Grundlagen-, angewandten wie klinischen Forschung versammeln, ihnen die innovative Virologie-Forschung in der grenzüberschreitenden Region näherbringen, um so Möglichkeiten für neue wissenschaftliche Kooperationen auszuloten. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter https://virology.cz/registration/

Als zweite Maßnahme soll eine wissenschaftliche Virologie-Datenbank geschaffen werden, die Informationen und Protokolle für die Herstellung von viralen Eiweißen bereitstellt. Die Plattform wird ab Anfang 2020 in einer ersten Open Access-Phase Universitäten, Forschungsinstituten, Biotech-Unternehmen und Start-ups für Forschungstätigkeit kostenlos zur Verfügung stehen. Beide Institutionen werden hier ihr Netzwerk einbringen und weltweit anerkannte Wissenschaftler zur Open Access-Phase einladen, um den wissenschaftlichen Austausch weiter zu fördern.

Projekt-Eckdaten:

Weitere Informationen zum Projekt unter www.capsid.vbcf.ac.at
Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg V-A Slowakei-Österreich aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Michaela Thoß 
Junior Grants Manager 
Vienna BioCenter Core Facilities GmbH (VBCF) 
T +43 1 7962324 7014 
michaela.thoss@vbcf.ac.at